GFPS Musikadventskalender 2013 Musikpralinen aus Belarus, Polen, Tschechien und Deutschland

5Dez/132

5. DVA – Harom Kerom

Als Kind fand ich englische Musik toll, ohne die Texte zu verstehen. War auch vollkommen egal – was zählte waren die mitreißenden Songs der unbekannten Bands, zweifellos allesamt Stars, und das Nachspielen und -singen auf dem eigenen Kinderzimmer-Konzert: da wurde der Federballschläger zur E-Gitarre, die Taschenlampe zum Mikro und das Sofa zur Bühne. Nebenher wurde auf dem Kassettenrekorder das bootleg mitgeschnitten. „Life is live“ von Opus war so ein Stück: die erste Refrainzeile ging leicht über die Lippen, das „nana-na-nana“ sowieso, der Rest war einfach nur eingängig – und der Text völlig schnuppe.

Genauso geht es mir mit der tschechischen Band DVA. Zugegeben, ich bin kein Kind mehr, aber wird man je erwachsen, wenn es um gute Musik geht? Tschechisch kann ich auch nicht, aber wie mir von Sprachkundigen versichert wurde, singen DVA ohnehin in ausgedachten, ziemlich witzigen Phantasiesprachen, die manchmal an bekannte Idiome erinnern. Alles was zählt ist die akustisch-jazzig-elektronisch-rockig-poppige Musik. Die Texte begleiten diese nur, sind rhythmisch und reimen sich, der Rest spielt sich im Kopf ab – und in den Beinen, die plötzlich tanzen wollen. Und bevor man sich versieht, hat sich der ein oder andere Song als Ohrwurm festgesetzt. Eigentlich müsste diese Musikpraline aus mehreren DVA-Songs bestehen, besser aus ihrem gesamten Oeuvre, denn weiterhören lohnt sich allemal!

Braucht solche Musik Fakten? Eigentlich nicht, finde ich, zuhören und genießen reicht vollkommen. Wer trotzdem mehr wissen will über den „pop of non-existent radios“ von DVA, findet hier das Wichtigste.

Vorgestellt von Robert.


 

As a child I loved English music even though I didn't understand the lyrics. What mattered were the electrifying songs of the unknown bands, undoubtedly stars, and the self-organized children's room concert with badminton racket as electric guitar, the flashlight as micro and the sofa used as the stage. Simultaneous the bootleg was recorded on the tape recorder. "Live is Life" by Opus was such a piece: the first chorus line was easy to repeat, the "nana -na- nana" anyway, the rest was just catchy – nobody cared about the text.

The same happens to me with the Czech band DVA. Admittedly, I am no longer a child, but who will ever grow up when it's about good music? I do not understand Czech, but as I was assured, that DVA anyway sing in many different, quite witty fantasy languages, sometimes reminiscent of known idioms. All that matters is the acoustic-jazz-electro-rock-pop music. The rhythmic and rhyming lyrics accompany the music, the rest takes place within your mind – and in the legs, which suddenly want to dance. Because of their many catchy songs, this music Praline should actually consist of several DVA songs or, even better, of their entire oeuvre, which is worth listening to.

Need more facts about the "pop of non- existent radios" from DVA? Here are the most important.

Introduction by Robert.

 

 Három kéromGégy sertélek ődek mégy

Atajandék kérostékFerekétes nandó

Hégy Kvár Ű Ták!

 

Csardás, Tancók, Györom Hajdom!

 

Két áj mácska sőron véd

Kutya három bléd

Ketelémbek Rámbo

Harom Nár Sagy Gyvár!

 

Csardás, Tancók, Györom Hajdom!

Harom KeromWhen with joy I dance and hop

I turn on the whipping-top

And It’s turning Yupee hey !

 

Merry Chardash Yupee Hey!

 

Cat and mouse are on the table

Dog as well is in the fable

Even Rambo makes his dance

 

Chardash chardash Merry Dance!

 

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Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Świetnie prezentowana piosenka, dzięki Robertowi!

  2. Eine schöne Geschichte! Ich finde, der Text sieht irgendwie ungarisch aus… aber das kann ja auch gewollt sein.


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